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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82420

Weniger Autos durch Free-Floating Carsharing? Eine MILES-Studie für Hamburg, Köln und München

Autoren K. Viergutz
Sachgebiete 5.3.2 Verkehrssystem-Management
6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen

Internationales Verkehrswesen 77 (2025) Nr. 3, S. 28-31, 3 B, 2 T, 4 Q

Rund 5,5 Millionen Menschen nutzen in Deutschland Carsharing – davon nutzen etwa 4,5 Millionen Free-Floating Carsharing (FFCS). Doch welche Auswirkungen hat Free-Floating Carsharing auf das Mobilitätsverhalten der Nutzer:innen und welchen Beitrag kann es zur Verkehrswende leisten? Eine aktuelle Untersuchung gibt Einblick in die Mobilitätsgewohnheiten der Nutzer:innen des größten deutschen Free-Floating-Anbieters MILES. Free-Floating Carsharing wurde erstmals 2009 in Ulm eingeführt und stellt seitdem eine flexible Ergänzung zu bestehenden Verkehrsmitteln dar. Heute ist der europäische Markt für FFCS stark konzentriert: 70 Prozent der Fahrzeugflotte befinden sich in nur fünf Ländern. Deutschland ist mit großem Abstand der größte Markt, gefolgt von Polen und Italien mit jeweils rund 5000 Fahrzeugen, was jeweils etwa 10 Prozent der europäischen Flotte entspricht. Spanien belegt Platz vier, Frankreich Platz fünf. Ein Blick auf den deutschen Markt zeigt: Carsharing-Angebote sind in 1285 deutschen Städten und Gemeinden verfügbar. Zum 1. Januar 2024 verzeichnete der Bundesverband Carsharing e.V. (2024) insgesamt 5,5 Millionen registrierte Carsharing-Nutzer:innen im stationsbasierten und Free-Floating-Segment. Allein 4,5 Millionen Personen waren im FFCS-Segment registriert. Dies unterstreicht die Bedeutung der flexiblen Nutzungsmerkmale von FFCS in Deutschland. Die Anbieter im FFCS-Segment stellen rund 26.000 Fahrzeuge bereit.