Detailergebnis zu DOK-Nr. 82430
Untersuchung der Auswirkungen einer Verengung auf das Verhalten von Autofahrerinnen und Autofahrern beim Einräumen der Vorfahrt gegenüber dem Fußverkehr (Orig. engl.: Examining the effects of gateway width on motorist yielding to pedestrians)
| Autoren |
J. Hochmuth E. Newton R. van Houten |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.6 Fußgängerverkehr, Fußwege, Fußgängerüberwege 5.12 Straßenquerschnitte 6.4 Verkehrszeichen, Wegweisung |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 8, 2024, S. 108-119, 9 B, 1 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
Die Konfiguration von Verkehrszeichen auf der Straße mit einer Verengung hat sich als eine kostengünstige Methode erwiesen, um das Nachgeben von Pkw-Fahrenden und die Aufmerksamkeit gegenüber dem Fußverkehr an Fußgängerüberwegen zu erhöhen. Es wurde zuvor die Hypothese aufgestellt, dass der „Gateway-Effekt“ dadurch zustande kommt, dass der Fahrstreifen visuell verengt wird. In der Studie des National Institute for Occupational Safety and Health und der Western Michigan University in Kalamazoo (USA) wurden die Breiten der „Gateways“ (d.h. der Abstand zwischen den Zeichen) verglichen, um festzustellen, ob es einen unterschiedlichen Effekt auf das Nachgeben der Autonutzenden gibt. Experiment 1 war eine parametrische Analyse des Abstands zwischen den Zeichen, die in 2 ft Intervallen von 12 bis 18 ft variiert wurde (ein Fuß entspricht ca. 30 cm). Die Ergebnisse zeigten, dass der Prozentsatz der nachgebenden Fahrerinnen und Fahrer zunahm, je kleiner der Abstand zwischen den Zeichen war. Experiment 2 untersuchte die Platzierung der Randmarkierung auf Bordsteinkanten und in den Rinnen an drei verschiedenen Standorten. Basierend auf dem Abstand zwischen den Zeichen in diesen beiden Konfigurationen stimmten die Ergebnisse an zwei der Standorte mit denen von Experiment 1 überein, und ein Standort zeigte eine wesentlich höhere Nachgiebigkeit, als vorhergesagt worden wäre. Dies deutet darauf hin, dass kleine Erhöhungen des Abstands zwischen den Verkehrszeichen zu einer geringen Abnahme der Nachgiebigkeit führen, aber die Lebensdauer der markierten Zeichen verbessern und die Wartungskosten im Laufe der Zeit senken können. Die Möglichkeit, diesen „Verkehrsschildeffekt“ mit anderen ingenieurtechnischen Maßnahmen (z.B. Bordsteinerweiterungen und Radfahrstreifen) zu kombinieren, wurde zusätzlich untersucht. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit der Hypothese der wahrgenommenen Verengung, der Haltbarkeit der Zeichen, der Kosteneffizienz und der Gerechtigkeit diskutiert.