Detailergebnis zu DOK-Nr. 82507
Öffentlichen und privaten Parkraum zusammen denken – Annäherungen an ein integriertes Parkraummanagement in Wohnquartieren
| Autoren |
C.J. Hintz V. Blees |
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| Sachgebiete |
5.3.1 Stadt- und Verkehrsplanung 5.13 Ruhender Verkehr (Parkflächen, Parkbauten) |
Straßenverkehrstechnik 70 (2026) Nr. 1, S. 15-22, 8 B, zahlr. Q
Die angemessene Dimensionierung und Steuerung des Parkraumangebots in Wohnquartieren stellt Kommunen und Wohnungswirtschaft gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die angebots- und nachfrageseitige Parksituation in Wohnquartieren sowie ihre Auswirkungen auf die Parkraumnutzung zu erfassen, wobei private und öffentliche (Park-)Räume als interdependente Elemente eines Gesamtsystems verstanden werden. Dafür wird ein Mixed-Method-Ansatz verfolgt, der Erhebungen von Parkraumangebot und -nachfrage in 36 Wohnquartieren, räumliche Beobachtungen und GIS-gestützte Analysen verknüpft mit Befragungen von Wohnungsunternehmen bzw. -genossenschaften sowie Mieterinnen und Mieter. Die Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte baulich-raumstrukturelle Heterogenität, die sich unmittelbar in der Verfügbarkeit und Nutzung des Parkraums niederschlägt. Parkflächen im Straßenraum bleiben weitgehend unbewirtschaftet und auch private Stellplätze sind zu einem substanziellen Teil frei zugänglich, was die geringe Zahlungsbereitschaft der Mieterinnen und Mieter weiter stützt. Es leitet sich die Notwendigkeit ab, öffentliche und private Parkräume stärker verzahnt zu planen und zu bewirtschaften. Hierfür erweist sich der eingeführte „Angebotsschlüssel“ als hilfreiche Kennziffer.