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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82632

Ein erster Blick auf die Staugebühren in den Vereinigten Staaten: Auswirkungen auf PM2,5 nach sechs Monaten Zonenbepreisung in New York City (Orig. engl.: A first look into congestion pricing in the United States: PM2.5 impacts after six months of NewYorkCity cordon pricing)

Autoren T. Fraser
Y. G. Park
D. Lu
M. Tayarani
H. Deng
H.O. Gao
Sachgebiete 6.9 Verkehrsemissionen, Immissionsschutz
0.16 Klimaschutz, Nachhaltige Entwicklung, Ressourcenschonung, Lebenszyklusbetrachtung, Ökobilanz
5.3.3 Verkehrsberuhigung, Umfeldverbesserung

npj Clean Air 1, 39 (2025), 10 S., 5 B, 1 T, zahlr. Q. - ISSN 3059-2240. - Online: https://doi.org/10.1038/s44407-025-00037-2

Die Feinstaubbelastung in der New Yorker Staugebühr-Zone sank laut der Studie in kurzer Zeit signifikant. New York City ist die erste Großstadt der USA in der Congestion Pricing (Staugebühr) eingeführt wird. Die Gebühr muss einmal täglich gezahlt werden, dabei gilt tagsüber eine höhere Gebühr als nachts. Die genaue Höhe der Gebühr hängt vom konkreten Transportmittel ab. Bisher wird die Gebühr von der Metropolitan Transportation Authority (Verkehrsgesellschaft des Bundesstaats New York) nur für den Teil Manhattans südlich des Central Parks erhoben. Diese Zone soll den Verkehr reduzieren und zusätzliche Einnahmen für den ÖPNV generieren. Untersuchungsgegenstand der Studie ist der erhoffte Rückgang der Luftverschmutzung. Hierfür wurde eine große Menge an Daten ausgewertet. Diese bestehen aus täglichen Spitzenwerten von PM2,5-Feinstaub in 42 Stationen in ganz New York City und der näheren Umgebung vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2025 – also sowohl bevor die Preise eingeführt wurden als auch danach. Dabei lagen 6 Stationen innerhalb der Staugebühr-Zone, 23 im Rest der Stadt und 13 in der Metropolregion von New York, also im direkten Umfeld der Stadt. Die Luftverschmutzung hält nicht an den Grenzen der Zone an. Um simulieren zu können, wie es in einem New York ohne Staugebühren aussehen würde, entwickelten die Forschenden ein kontrafaktisches Modell der Luftqualität. Tatsächlich stellten die Forschenden einen besonders starken Rückgang der Feinstaubbelastung in der Zone fest. Der durchschnittliche Rückgang liegt bei über 3 µg/m3, das bedeutet ca. 22 % weniger Feinstaub als es im Modell-Szenario ohne die Staugebühr gegeben hätte. Der Effekt ist nicht auf die Staugebühr-Zone selbst begrenzt: Auch im Rest der Stadt (-1,1 µg/m³) und selbst in der weiteren Metropolregion (-0,7 µg/m³) stellten die Forschenden einen geringeren, aber statistisch signifikanten Rückgang fest. Die Forschenden merken an, dass die Auswertung nur die ersten sechs Monate umfasst und in Zukunft weitere Untersuchungen und Analysen notwendig sind, um einschätzen zu können, was die langfristigen Effekte der Gebühr sind.