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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82571

Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung (GHGW) – Monitoring auf der A3 zeigt: GHGW wirkt

Autoren B. Tremp
Sachgebiete 0.11 Daten (EDV, IT, Internetanwendungen und Verkehrsdaten)
5.1 Autobahnen
6.7.2 Verkehrsbeeinflussung außerorts, Verkehrsmanagement, Fahrerassistenzsysteme

Straße und Verkehr 111 (2025) Nr. 11, S. 36-46, 7 B, 1 Q (dt.-frz.)

Auf der A3 am linken Zürichseeufer betreibt das ASTRA (Bundesamt für Straßen der Schweiz) seit 2024 eine Anlage zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung (GHGW) über rund 28 km. Ein mehrstufiges Monitoring mit On/Off-Vergleichen, GHGW-Rohdaten, Floating-Car-Daten, Meteodaten und Unfallstatistiken quantifiziert die Wirkung in Spitzenstunden und unter besonderen Lagen. Die Ergebnisse zeigen: GHGW reduziert Geschwindigkeitsdifferenzen, stabilisiert den Verkehrsfluss und verzögert Bremswellenbildungen. Auch unter Extremwetter blieb der Algorithmus robust. Im Rahmen des ASTRA-Projekts „Verkehrsmanagement Filiale Winterthur (F4 VM)“ wurde im Jahr 2024 auf der A3 am linken Zürichseeufer eine Anlage zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung (GHGW) in Betrieb genommen. Diese erstreckt sich auf dem Abschnitt zwischen Zürich-Wollishofen und Pfäffikon (SZ) und ermöglicht durch dynamische Geschwindigkeitsanpassungen und situative Gefahrenwarnungen eine gezielte Verkehrsbeeinflussung. Das primäre Ziel dieser GHGW ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit bei gleichzeitiger Optimierung der Leistungsfähigkeit (Kapazität) unter hoher Verkehrsbelastung. Mit einem Monitoring dieser Effekte können die Sensorik und der Algorithmus der GHGW genauer untersucht werden.