Detailergebnis zu DOK-Nr. 82558
Wie weiter mit dem Deutschlandticket – Finanzierungsgrundlagen und zukünftiger Rechtsrahmen
| Autoren |
O. Mietzsch |
|---|---|
| Sachgebiete |
0.2 Verkehrspolitik, Verkehrswirtschaft 5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr |
Infrastrukturrecht 23 (2026) Nr. 1, S. 28-32
Seit fast drei Jahren ist das Deutschlandticket auf dem Markt, und noch immer herrscht Unklarheit hinsichtlich der auskömmlichen Finanzierung und der rechtlichen Grundlagen. Es stellt sich daher die Frage nach den Ursachen: fehlende Finanzierung, unzureichende rechtliche Rahmenbedingungen oder nicht vorhandener politischer Gestaltungswille. Letzteres wäre umso bemerkenswerter, als sich die Nahverkehrsbranche trotz anfänglicher Bedenken beherzt auf das Projekt Deutschlandticket eingelassen hat. Unabhängig von der Antwort steht eines aber bereits jetzt fest: Es kann mit dem Deutschlandticket nicht wie bisher weitergehen. Entweder wird das Ticket umgehend in eine zukunftsfeste Form überführt – rechtlich und finanziell. Oder das Deutschlandticket verliert im Zeitablauf immer mehr an Attraktivität. Dann wäre die vielleicht letzte Chance, den ÖPNV in Deutschland attraktiver zu machen, vertan. Seit dem 01.05.2023 gibt es das Deutschlandticket als bundesweit gültige Nahverkehrs-Flatrate zum Preis von zunächst 49 EUR, seit dem 01.01.2025 zum Preis von 58 EUR. Ab dem 01.01.2026 ist eine erneute Preisanhebung auf 63 EUR erfolgt; im Anschluss daran soll die Preisfestlegung anhand eines noch festzulegenden Kostenindexes, der insbesondere Personal- und Energiekosten abbildet, nach Anhörung der Branche erfolgen.