Detailergebnis zu DOK-Nr. 82587
Stoffkreisläufe für Antriebsbatterien: Rohstoffpotenziale des Batterierecyclings in der Automobilindustrie und Optionen zur Erfüllung der erweiterten Herstellerverantwortung in Europa
| Autoren |
M. Buchert E. Winter Y. Baron J. Klinge F. F. Rasyid N. Schön-Blume |
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| Sachgebiete |
3.0 Gesetzgebung 6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität |
Berlin: Agora Verkehrswende, 2025, 76 S., zahlr. B, T, Q. - Online unter: https://www.agora-verkehrswende.de
In der Studie wurde untersucht, wie sich die Wertschöpfungsketten und Stoffkreisläufe für Lithium-Ionen-Batterien im Automobilsektor wahrscheinlich entwickeln werden und wie verschiedene Geschäftsmodelle für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in der EU aussehen könnten. Der Markthochlauf der Elektromobilität in der Europäischen Union (EU) und weltweit führt zu weiterhin signifikant steigenden Rohstoffbedarfen sowie zu erheblichen Herausforderungen bei den global vernetzten Lieferketten für Lithium-Ionen-Batterien. Die in den letzten Jahren zunehmenden geopolitischen beziehungsweise geoökonomischen Spannungen und deren Folgen (Handelshemmnisse wie Zölle, Ausfuhrbeschränkungen etc.) erfordern verstärkt strategische Aktivitäten der Fahrzeughersteller als Inverkehrbringer von Antriebsbatterien ihre Wertschöpfungsketten dauerhaft und resilient aufzustellen. Weiterhin wichtig ist nicht zuletzt auch die im Jahr 2023 neu verabschiedete EU-Batterieverordnung, die für neue Batterien zukünftig Rezyklateinsatzquoten für Schlüsselrohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel vorschreibt. Denn nach der 2023 verabschiedeten EU-Batterieverordnung sind Fahrzeughersteller als Inverkehrbringer von Antriebsbatterien juristisch verpflichtet, ihre Batterien zurückzunehmen und Recyclingquoten für Lithium, Kobalt und Nickel einzuhalten. Ab 2031 gelten auch Quoten für die Verwendung von recyceltem Material bei der Herstellung neuer Batterien. Die Studie wurde durch Stiftung GRS Batterien gefördert und von der Öko-Institut Consult erstellt. Agora Verkehrswende war hier die wissenschaftliche Begleitung.