Detailergebnis zu DOK-Nr. 82594
Was Menschen bewegt - Anreize für nachhaltige Mobilität: Verhalten verstehen, wirksame Anreize setzen
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5.0 Allgemeines (Verkehrsplanung, Raumordnung) 5.3.2 Verkehrssystem-Management 5.5 Radverkehr, Radwege 5.6 Fußgängerverkehr, Fußwege, Fußgängerüberwege 5.15 Verkehrsablauf (Verkehrsfluss, Leistungsfähigkeit, Bemessung) |
Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt (UBA), 2025, 52 S., zahlr. B, Q. - Online unter : https://www.umweltbundesamt.de/publikationen
Autos prägen unseren Alltag, mit weitreichenden Folgen für Umwelt, Klima und Lebensqualität in unseren Städten. Die negativen Auswirkungen einer hohen Pkw-Nutzung sind wissenschaftlich gut belegt und auch gesellschaftlich weitgehend anerkannt. Dennoch greifen viele Menschen scheinbar aus Gewohnheit weiterhin morgens zum Autoschlüssel, selbst dann, wenn attraktive Verkehrsmittel wie Fahrrad, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) oder auch Sharing-Angebote zur Verfügung stehen. Warum also fällt der Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen oftmals so schwer? Klassischerweise greift die Verkehrspolitik auf sogenannte Push- und Pull-Maßnahmen zurück, um nachhaltige Mobilität zu fördern. Push-Maßnahmen setzen dabei auf Einschränkungen des Autoverkehrs, etwa durch Zufahrtsbeschränkungen, Tempolimits oder die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung. Pull-Maßnahmen hingegen zielen auf die Attraktivitätssteigerung nachhaltiger Verkehrsmöglichkeiten, etwa durch den Ausbau des ÖPNV oder die Förderung des Radverkehrs. Beide Strategien sind notwendig und bilden das Fundament einer nachhaltigen Mobilitätsplanung. Sie stoßen jedoch auch an ihre Grenzen, denn strukturelle Verbesserungen für den Umweltverbund allein führen nicht automatisch zu konkreten Verhaltensänderungen. Genau hier setzen Anreize an. Sie schaffen den Übergang von strukturellen Möglichkeiten zu individuellem Handeln und machen nachhaltige Mobilität erlebbar. Die Analyse zeigt: Wirkung entsteht nicht primär durch die Art des Anreizes, sondern durch die passgenaue Ausgestaltung in Bezug auf Zielgruppe, Zeitpunkt und lokalen Kontext. Die in dieser Broschüre dargestellten Beispiele und Erfolgsfaktoren sollen dabei Orientierung bieten.