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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82580

Nachhaltigkeit stärken – Transformationen für den Klimaschutz durch Regionalplanung

Autoren T. Mölders
L. Doyé
L. Gailing
Sachgebiete 0.16 Klimaschutz, Nachhaltige Entwicklung, Ressourcenschonung, Lebenszyklusbetrachtung, Ökobilanz
5.0 Allgemeines (Verkehrsplanung, Raumordnung)

Raumforschung und Raumordnung 83 (2025) Nr. 6, S. 445-460, 1 B, 2 T, zahlr. Q

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen des Anthropozäns. Das Ziel einer Paris-kompatiblen Entwicklung (Klimaerwärmung auf möglichst 1,5 °C bzw. deutlich unter 2 °C) adressiert deshalb auch die räumliche Planung. Doch obwohl eine nachhaltige Raumentwicklung als Leitvorstellung der Raumordnung festgeschrieben ist und Zukunfts- sowie Zielorientierung, Handlungsvorbereitung und ein systematisches Vorgehen räumliche Planung und Klimaschutz verbinden, wurden die Potenziale der gesamträumlichen Planung bei der Ausgestaltung der Transformation hin zu einer Paris-kompatiblen Entwicklung bislang zu wenig genutzt. Vor dem Hintergrund dieser Problemdiagnose wird im Beitrag das Verhältnis von gesamträumlicher Planung und raumbezogenen Nachhaltigkeitstransformationen am Beispiel des Klimaschutzes betrachtet. Forschungsleitend ist die Frage, wie sich die gesamträumliche Planung mit ihren Paradigmen, Konzepten und Instrumenten in der raumbezogenen Transformationsdebatte verorten lässt. In einem empirischen Teil werden die Ergebnisse einer Delphi-Studie vorgestellt, in der die Beiträge der Regionalplanung zum Klimaschutz diskutiert werden. Im Ergebnis zeigt sich, dass die formelle Planung durchaus Beiträge zu Nachhaltigkeitstransformationen zu leisten vermag. Um ihre potenziell wirkmächtigen Gestaltungsoptionen jedoch konsequent auf eine „starke Nachhaltigkeit“ ausrichten zu können, bedarf die Regionalplanung in Teilen selbst einer Transformation.