Detailergebnis zu DOK-Nr. 82600
Mobilität neu denken: Wie in den Fischbeker Reethen die Verkehrswende am Stadtrand gelingt
| Autoren |
A. von Maydell P. Dorow Z. Foka K. Edzards |
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| Sachgebiete |
5.3.1 Stadt- und Verkehrsplanung |
Planerin (2025) Nr. 6, S. 36-38, 1 B
Wie wollen wir in Zukunft leben, wohnen – und uns fortbewegen? Der Klimawandel, wachsender Wohnraumbedarf und soziale Ungleichheiten fordern uns heraus, alte Gewohnheiten zu überdenken. Besonders an den Rändern unserer Städte, wo das Auto oft noch alternativlos scheint, zeigt sich: Die Zeit für neue Lösungen ist jetzt. Die Fischbeker Reethen im Hamburger Süden stehen exemplarisch für diesen Wandel. Hier entsteht ein neues Quartier und mit ihm ein neues Verständnis von Mobilität: klimagerecht, gemeinschaftlich und lebensnah. Statt Verzicht geht es um neue Möglichkeiten, statt Stau um Spielraum, statt Abhängigkeit vom Auto um Freiheit in der Fortbewegung. Suburbane Gebiete wie der Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek sind bislang geprägt durch eine hohe Abhängigkeit vom eigenen Auto, ein oft unterentwickeltes Netz öffentlicher Verkehrsmittel und begrenzte Zugangsmöglichkeiten zu alternativen Mobilitätsangeboten. Die Alltagspraxis vieler Menschen zeigt, wie tief verwurzelt autozentrierte Strukturen in unserer Mobilitätskultur sind. Wer morgens zur Arbeit, mittags zum Einkaufen oder abends zum Sport will, braucht oft vier Räder – und das eigene Fahrzeug vor der Tür. Gleichzeitig wächst der Druck zur Veränderung: Der Verkehrssektor ist einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen, Flächenverbrauch und Lärm. In städtischen Kernbereichen wird daher zunehmend in ÖPNV, Radwege und Sharing-Angebote investiert.