Detailergebnis zu DOK-Nr. 82586
Freiburgs neue Stellplatzsatzung: Stellplatzkonzepte – Schlüssel für eine integrierte und kostengünstige Wohnraumentwicklung
| Autoren |
L. Brandenstein P. Schick |
|---|---|
| Sachgebiete |
3.0 Gesetzgebung 5.3.1 Stadt- und Verkehrsplanung 5.13 Ruhender Verkehr (Parkflächen, Parkbauten) |
Planerin (2025) Nr. 6, S. 39-41, 5 B, 3 Q
Die Stadt Freiburg im Breisgau wächst. Laut Wohnungsmarktanalyse und -bedarfsprognose von 2022 werden zwischen 2021 und 2040 bis zu 21 000 neue Wohnungen benötigt. Um diesen Bedarf zu decken, verfolgt die Stadt mit dem „Handlungsprogramm Wohnen“ das Ziel, jährlich mindestens 1000 Baugenehmigungen zu erteilen – eine Vorgabe, die in den vergangenen Jahren im Durchschnitt erreicht wurde. Doch fortschreitende Verdichtung, gestiegene Qualitätsansprüche und neue rechtliche Vorgaben führen im Zusammenspiel zu zunehmender Flächenknappheit und -konkurrenz. Eine effiziente Flächennutzung wird damit zum zentralen Baustein einer zukunftsfähigen Wohnraumentwicklung. Die Mobilitätsplanung ist davon direkt betroffen, da insbesondere für die Unterbringung von Pkw, ob im privaten oder öffentlichen Raum, große Flächenanteile beansprucht werden. Damit wird deutlich: Die Frage, wie Wohnraum geschaffen wird, ist untrennbar mit der Frage verbunden, wie Mobilität organisiert und vor allem räumlich abgebildet wird. Die Stadt steht in Fragen der Mobilität somit vor zwei zentralen Herausforderungen: Erstens steigt die Zahl der Menschen, die sich im Stadtraum bewegt, ohne dass die Mobilitätsinfrastruktur im gleichen Maße mitwachsen kann, und zweitens nimmt der Platzbedarf für parkende Fahrzeuge zu. Wie lassen sich also neue Wohngebiete gestalten, die sowohl flächen- und kostensparend als auch mobilitätsgerecht sind? Diese Fragen stellen sich nicht nur in Freiburg, sondern in allen wachsenden Städten Deutschlands.