Detailergebnis zu DOK-Nr. 82563
Parksuche messen und in Floating Car Data identifizieren
| Autoren |
T. Hagen S. Saki |
|---|---|
| Sachgebiete |
0.8 Forschung und Entwicklung 0.11 Daten (EDV, IT, Internetanwendungen und Verkehrsdaten) 5.13 Ruhender Verkehr (Parkflächen, Parkbauten) |
Internationales Verkehrswesen 77 (2025) Nr. 4, S. 32-37, 6 B, 3 T, zahlr. Q
Das Thema Parksuche ist in öffentlichem Interesse; in letzter Zeit noch verstärkt durch die Reduktion von Parkraum am Straßenrand z. B. aufgrund der Umwandlung in Radinfrastruktur. Auch in der Forschung wird das Thema intensiv behandelt. Allerdings war das tatsächliche Ausmaß des Phänomens bis vor kurzem weitgehend unklar. Zwar liegen zahlreiche Studien vor, die versuchen, Parksuche zu messen. Die Autoren werden aber argumentieren, dass viele Ergebnisse aus unterschiedlichen methodischen Gründen nicht valide sind und einen eigenen Ansatz und daraus gewonnene Ergebnisse und Anwendungen präsentieren. Dies war der Ausgangspunkt des durch das Bundesverkehrsministerium im Rahmen der mFUND-Förderung finanzierten Forschungsprojekts „start2park - Parksuche erfassen, verstehen und prognostizieren“. Die Ergebnisse wurden als Abschlussbericht und in Open-Access-Fachartikeln sowie als kostenlose Software und als offenen Daten publiziert. Eine Übersicht ist zu finden unter https://www.start2park.eu/results. Parksuche tritt z.B. auf, wenn die Nachfrage nach Parkraum höher ist als das Angebot bei gegebenem Preis (der am Straßenrand traditionell oft null ist). Es ergibt sich das in der Volkswirtschaftslehre bekannte Phänomen der Überschussnachfrage aufgrund zu geringer Preise, die sich in „Warteschlangen“ manifestiert. Hier handelt es sich um „bewegliche Warteschlangen“ in Form von Parksuchverkehr, wobei sich dieser vom „normalen“ Verkehr nicht ohne weiteres unterscheiden lässt.