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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82746

Bewertung von wiederaufbereitetem Asphalt mittels FTIR-Spektroskopie in Asphaltmischanlagen zur Optimierung des Recyclings (Orig. engl.: FTIR spectroscopy analysis assessment of reclaimed asphalt at asphalt mixing plants to optimize the recycling)

Autoren J. Wetekam
K. Mollenhauer
Sachgebiete 9.1 Bitumen, Asphalt
9.14 Ind. Nebenprodukte, Recycling-Baustoffe

Transportation Engineering 16 (2024) 100242, 10 S., 16 B, 1 T, 12 Q. - Online unter: https://www.sciencedirect.com/journal/transportation-engineering

Ausgebauter Asphaltbelag (RA) ist in der Regel vollständig in neuen Asphaltmischungen wiederverwertbar. Die Eigenschaften des individuell gealterten und möglicherweise modifizierten Bitumens im RA beeinflussen die Mischungszusammensetzung der neuen Asphaltmischung. Darüber hinaus kann der RA eine gefährliche PAH-Kontamination enthalten, die auf Steinkohlenteer zurückzuführen ist, der bis in die 1980er-Jahre in deutschen Straßenbelägen verwendet wurde. Zur Identifizierung von Substanzen, die die Wiederverwendbarkeit des RA beeinträchtigen oder beeinflussen, wurde die Methode der Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie (FTIR) modifiziert. Innerhalb einer Gesamtmesszeit von ca. 20 min kann das in einer Probe von granuliertem Straßenbaumaterial enthaltene Bindemittel mittels einer Schnell-Extraktion gewonnen und mittels FTIR-ATR gemessen werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde die Anwendung der FTIR-ATR-Spektroskopie für eine schnelle Analyse von Straßenbaumaterialien entwickelt. Durch Auswertung des gemessenen Absorptionsspektrums konnten Proben mit einem PAK-Gehalt von < 25 mg/kg von solchen mit Werten > 25 mg/kg unterschieden werden. Die hier vorgestellte Methode muss jedoch durch die begleitende Messung weiterer Proben verifiziert werden. Darüber hinaus konnte das Vorhandensein einer Styrol-Butadien-Styrol (SBS)-Modifizierung sowie viskositätsverändernder organischer Additive identifiziert werden. Bevor das entwickelte Verfahren in technische Vorschriften aufgenommen werden kann, ist es notwendig, eine größere Anzahl von Proben, auch aus verschiedenen Prüflaboren, zu untersuchen, um die Verfahrenssicherheit zu validieren und Erfahrungswerte zu sammeln. Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und vom Deutschen Asphaltinstitut begleitet.