Detailergebnis zu DOK-Nr. 82513
Das Deutschlandangebot 2040 in Schleswig-Holstein: Transformationsfahrplan für einen modernen, effizienten und leistungsstarken ÖPNV für alle und überall (Gutachten über die Finanzierung der Leistungskosten im ÖPNV in D und in Schleswig-Holstein)
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5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr 0.2 Verkehrspolitik, Verkehrswirtschaft |
Köln: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), 2025, 28 S., 14 B. - Online unter: https://www.vdv.de/
Das „Deutschlandangebot 2040“ in Schleswig-Holstein zeigt, wie ein moderner, effizienter und flächendeckender ÖPNV im ganzen Bundesland bis 2040 Realität werden kann – in den Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Zwei Szenarien verdeutlichen, welche Verbesserungen durch gezielte Investitionen möglich sind: bis zu 40 % mehr Bus-, Straßenbahn- und Zugverkehre, eine emissionsfreie Fahrzeugflotte und eine spürbare Verbesserung der Angebotsqualität – für alle und überall. Zwei Szenarien zeigen den Transformationsfahrplan für die Branche auf: eine umfassende Modernisierung des Bestands oder – zusätzlich dazu – ein deutlich erweitertes, attraktiveres und flächendeckend verfügbares Angebot. Die Gutachter haben zunächst den Finanzierungsbedarf des ÖPNV für den Status quo im Jahr 2024 analysiert und darauf aufbauend für zwei konkrete Szenarien die unterschiedlichen Finanzierungsbedarfe für den ÖPNV der Zukunft ermittelt. Das Szenario „Modernisierung 2040“ beinhaltet die umfassende Modernisierung bestehender Infrastruktur, punktuelle Ausbauten und die Umsetzung der Antriebswende. Das Szenario „Deutschlandangebot 2040“ baut auf dem Szenario „Modernisierung 2040“ auf und bewirkt zusätzlich eine signifikante Verbesserung des ÖPNV-Angebots anhand bundesweit einheitlicher Mindestbedienstandards. Das VDV-Leistungskostengutachten beschreibt damit eine konkrete Finanzierungsgrundlage, um den ÖPNV zu einer echten Mobilitätsalternative für alle Menschen in Schleswig-Holstein zu machen. Die Betriebskosten im ÖPNV sind in den letzten Jahren aufgrund massiver Preissteigerungen deutlich überproportional gewachsen – insbesondere im Bereich Personal und Energie. Parallel dazu führte die Einführung des Deutschlandtickets zu einem strukturellen Rückgang der Fahrgeldeinnahmen. Im Jahr 2024 summierten sich die Aufwendungen für den ÖPNV in Schleswig-Holstein auf rund 1,29 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus Fahrgeldern und sonstigen Erlösen betrugen in Schleswig-Holstein rund 380 Millionen Euro. Der Anteil der fahrgastbezogenen Einnahmen am Gesamtaufwand beträgt damit in Schleswig-Holstein rund 30 % und liegt etwas unterhalb des bundesweiten Schnitts von circa 33 %. Für ein Flächenland ist dieser Wert jedoch positiv zu sehen. Im Jahr 2024 erbrachte der ÖPNV in Schleswig-Holstein eine Betriebsleistung von rund 160 Millionen Nutzfahrzeug- beziehungsweise Nutzzugkilometern. Insgesamt wurden in Deutschland 366 Milliarden Sitzplatzkilometer bereitgestellt, davon 13,1 Milliarden in Schleswig-Holstein.