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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82536

Brückenwiderlager aus geokunststoffbewehrter Erde (KBE) – Erfahrungen aus dem Bau mehrerer Brücken der letzten Jahre

Autoren D. Placzek
G. Marzahn
F. Lehmann
Sachgebiete 7.8 Verbesserung des Untergrundes, Geotextilien
15.0 Allgemeines, Erhaltung

Geotechnik 48 (2025) Nr. 4, S. 295-303, 10 B, 12 Q

Um bei Ersatzneubauten von Brückenbauwerken insbesondere die Bauzeiten, die Beeinträchtigungen der Verkehrsteilnehmer sowie CO2-Emissionen zu reduzieren, werden durch das Bundesministerium für Verkehr innovative Bauweisen angestrebt. Hierzu gehören auch Widerlager aus geokunststoffbewehrter Erde (KBE), die bereits regelmäßig als temporäre Brückenwiderlager, bspw. im Zuge von Behelfsbrücken, zum Einsatz kommen. Im Rahmen eines Pilotprojektes im Jahr 2019 (einfeldriges Überführungsbauwerk über die BAB A3 bei Emmerich) wurde erstmalig ein dauerhaftes Widerlager aus KBE im Bundesfernstraßennetz errichtet und wissenschaftlich begleitet. Im Beitrag werden Ausführungen zu Aufbau sowie Trag- und Verformungsverhalten von KBE und zu den wesentlichen Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt gemacht. Weiter wird zu danach in vergleichbarer Art umgesetzten Bauwerken (Autobahnbrücken, Brücken über Gewässer) und den daraus abgeleiteten Erkenntnissen und Erfahrungen berichtet sowie zur zugehörigen Fortschreibung der Regelwerke ausgeführt. Abschließend wird festgehalten, dass Widerlager aus KBE grundsätzlich gemäß dem Stand der Technik geplant und ausgeführt werden können und es wird ein Ausblick auf weitere notwendige Entwicklungen (Verzicht auf Zugabe von Bindemitteln, Ausweitung auf Mehrfeldbrücken, größere Stützweiten als 40 m) gegeben.