Detailergebnis zu DOK-Nr. 82522
Begehbare und sichere Wege zum öffentlichen Nahverkehr für den Fußverkehr im Großraum Montreal: Ein Ansatz der Umweltgerechtigkeit (Orig. engl.: Walkable and safe route to transit for pedestrians in greater Montréal: An environmental justice approach)
| Autoren |
P. Brodeur-Oimet M.-S. Cloutier |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.6 Fußgängerverkehr, Fußwege, Fußgängerüberwege 5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 9, 2024, S. 562-573, 2 B, 6 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
Die Erfahrung, zu den Haltestellen zu gehen, spielt eine entscheidende Rolle bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Eine sichere und fußverkehrsfreundliche Umgebung für diesen Teil der Fahrt ist noch wichtiger für gefährdete Bevölkerungsgruppen, die stärker auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Ziel dieser Arbeit war es, die Fußverkehrsfreundlichkeit der „ersten und letzten Meile“ sowie Verkehrsrisiken im Großraum Montreal in Kanada mithilfe eines Ansatzes der Umweltgerechtigkeit zu bewerten. Durch eine räumlich fundierte Methode stellten die Autorin und der Autor des „Centre Urbanisation Culture Société“ im Institut National de la Recherche Scientifique in Montreal fest, dass Gebiete, in denen sich mehr Menschen als sichtbare Minderheiten identifizieren, in Bezug auf Wege zu Verkehrshaltestellen benachteiligt sind, und dass Gebiete mit höheren Anteilen von Menschen mit geringem Einkommen und Menschen ab 65 Jahren fußverkehrsfreundlichere Umgebungen haben, aber auch mit höheren Verkehrsrisiken umgehen müssen. Irgendwann auf ihrer Fahrt werden alle Nutzenden des öffentlichen Verkehrs zu Fußgängerinnen und Fußgänger. Gehen ist entscheidend für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs und das Erlebnis der „ersten/letzten Meile“. Die Literatur über das Erlebnis der „ersten/letzten Meile“ behandelt den Zugang zu oder das Verlassen des öffentlichen Verkehrs. Einige Autoren verwenden den Begriff „Last-Mile-Problem“, um die Herausforderungen und Hindernisse hervorzuheben, denen Nutzende des öffentlichen Verkehrs beim Zugang zu Haltestellen gegenüberstehen. Die gebaute Umwelt und die Eigenschaften der Fahrt können die Nutzung des Gehens als Zugangsmittel zum Erreichen oder Verlassen von Verkehrsstationen fördern. Tatsächlich hat die Umgebung außerhalb des Fahrzeugs einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit der Nutzenden als fahrzeug- und systemspezifische Faktoren.