Detailergebnis zu DOK-Nr. 82509
Die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs als strategischer Wegfindungsprozess: Politikumsetzung, Wegabhängigkeit und Organisationspraktiken in Italien (Orig. engl.: The electrification of local public transport as a strategic wayfinding process: policy implementation, path dependence, and organizational practices in Italy)
| Autoren |
A. Gasparre C. Burlando T. Pavanini |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr |
Transportation Research Part A: Policy and Practice 201 (2025) Nr. 104668, 17 S., 2 T, zahlr. Q. - Online: https://doi.org/10.1016/j.tra.2025.104648
Die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in Italien ist ein komplexer, nicht-linearer Prozess, der durch technologische Unsicherheiten, institutionelle Vorgaben und regionale Unterschiede geprägt ist. Europäische und nationale Richtlinien wie der Green Deal und der National Recovery and Resilience Plan setzen öffentliche Verkehrsbehörden unter Druck, schnelle Entscheidungen zu treffen. Fortschritte in der Batterietechnologie erfordern ständige Anpassungen und überdenken frühere Infrastrukturinvestitionen. Regionale klimatische und geografische Unterschiede verlangen maßgeschneiderte Ansätze. Frühere Investitionen beeinflussen die aktuellen Strategien der öffentlichen Verkehrsbehörden, was sowohl förderlich als auch hinderlich sein kann. Die Elektrifizierung erfordert tiefgreifende organisatorische Veränderungen, wie Schulungen und neue Wartungspraktiken. Der Prozess wird als strategisches „Wayfinding“ beschrieben, bei dem öffentliche Verkehrsbehörden zwischen kurzfristigen und langfristigen Strategien balancieren. Die Fokussierung auf Elektrobusse als „einzig richtigen Weg“ könnte alternative Technologien wie Wasserstoff oder komprimiertes Erdgas vernachlässigen. Flexible, kontextbezogene Ansätze sind entscheidend, um die Elektrifizierung nachhaltig und effizient umzusetzen. Diversifizierte Strategien und innovative Finanzierung können die Mobilitätswende unterstützen.