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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82526

Einfluss der Siedlungsdichte und der regionalen Dichte auf die Häufigkeit verschiedener Urlaubsarten (Orig. engl.: Impact of settlement size and regional density on the frequency of different holiday types)

Autoren T. Scheffler
E. Heinen
Sachgebiete 6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen

Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 9, 2024, S. 37-49, 3 B, 4 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr

Trotz seines Beitrags zum Klimawandel hat der Urlaubsverkehr in der Forschung weniger Aufmerksamkeit erhalten als der tägliche Verkehr. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen, die in dichten und großen Siedlungen leben, dazu neigen, häufiger und über längere Strecken zu reisen. Ob dies auf den Ausgleich von Mängeln dichter Städte oder auf eine Lebensstilreflexion zurückzuführen ist, ist noch unklar, aber wichtig, um Strategien zur Reduzierung der Umweltbelastung zu entwickeln. Um diese Diskussion voranzutreiben, wurde in dieser Arbeit der ETH Zürich die norwegische Reiseumfrage 2019 ausgewertet, um zu bestimmen, inwieweit die Siedlungsgröße und die regionale Dichte in Norwegen mit unterschiedlichen Urlaubsarten verbunden sind, die unterschiedliche Lebensstile und Motivationen widerspiegeln. Unter Verwendung von negativer Binomial- und logistischer Regression unter Kontrolle sozioökonomischer Faktoren wurde festgestellt, dass nicht die Größe der Siedlung die Anzahl der Urlaubsreisen beeinflusst, sondern ob eine Siedlung in einem dicht besiedelten Landkreis liegt; zweitens Naturausflüge in Skandinavien und interkontinentale Reisen beide in positiver Verbindung mit der Landkreisdichte stehen, drittens Städtereisen keinen konsistenten Zusammenhang mit räumlichen Merkmalen zeigen und schließlich Reisen zum Mittelmeerstrand typisch für alle Reisenden aus Norwegen sind, unabhängig vom Wohnort. Die Ergebnisse deuten auf eine kompensatorische Motivation als Grund für Naturausflüge hin. Dicht besiedelte Alltagsumgebungen sind jedoch nicht hinderlich für den Besuch anderer dicht besiedelter Gebiete bei Städtereisen. Die erhöhte Wahrscheinlichkeit für interkontinentale Reisen bei Menschen in dicht besiedelten Gebieten lässt sich eher durch Lebensstil und kosmopolitische Einstellungen als durch Kompensation erklären.