Detailergebnis zu DOK-Nr. 82519
Radverkehr außerhalb geschlossener Ortschaften – Der Status quo in Deutschland
| Autoren |
T. Klein J. Lohaus P. Neureuter |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.5 Radverkehr, Radwege 5.4 Ländliche Wege |
Journal für Mobilität und Verkehr (DVWG) (2025) Nr. 25, S. 83-90, 5 B, 8 Q. - Online unter: https://jmv.publia.org/jmv
Der Ausbau von Radverkehrsanlagen außerhalb geschlossener Ortschaften ist vielerorts eine infrastrukturelle Herausforderung. Um sichere und attraktive Radrouten zu fördern, braucht es Maßnahmen jenseits klassischer straßenbegleitender Radwege. Im Rahmen einer bundesweiten Kommunalbefragung mit rund 800 kommunalen Antworten hat das Difu im Frühjahr 2025 erhoben, wie Kommunen aktuell den außerörtlichen Radverkehr gestalten. Der Beitrag bietet einen systematischen Überblick über den Status quo der außerörtlichen Radverkehrsführung. In vielen ländlich geprägten Regionen Deutschlands fehlen durchgängige, attraktive und sichere Radrouten. Dabei sind außerörtliche Verbindungen unverzichtbar, um Ortsteile und zentrale Orte gemäß den Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) (FGSV 2008) zu verknüpfen. Um die Frage zu beantworten, wie Radverkehr außerhalb geschlossener Ortschaften schnell und kostengünstig in die Fläche gebracht werden kann, bearbeitet das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) aktuell gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal zwei vom Bundesministerium für Verkehr finanzierte Forschungsprojekte. Während das NRVP-Projekt RAVINA nach alternativen Verbindungen abseits viel befahrener Landstraßen sucht, blickt das Projekt SIRAL auf mögliche Lösungen auf Landstraßen. Aus kommunaler Sicht bestehen v. a. zwei zentrale Herausforderungen: Beim Ausbau von Radverkehrsnetzen abseits von Landstraßen sehen sich Kommunen vor allem mit finanziellen und des Weiteren mit eigentumsrechtlichen Hürden konfrontiert, das betrifft insbesondere kleinere Gemeinden.